Das BIT geht neue Wege in der Datensicherung. Dank einer cleveren Backup-Methode schrumpft der benötigte Speicherplatz um durchschnittlich 75 Prozent. Solche Werte erreicht man nur mit der Umstellung vom klassischen Backup-Medium Magnetband auf die teureren harddisks. Unter dem Strich resultieren dennoch tiefere Gesamtkosten.
Text und Fotos: Leo Hauser
Es ist eine fast unvorstellbare Menge an Daten, die das Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT) für sich und seine Kunden sichert: Ende Juni 2011 waren es bereits gegen acht Petabyte Backupdaten, also mehr als acht Millionen Gigabyte. Das BIT speicherte diese Daten bislang auf Magnetbandkassetten, dem in Rechenzentren nach wie vor sehr verbreiteten Backup-Medium.
Jede Nacht laufen im BIT über 10 000 automatisch gesteuerte Backup-Jobs: Von allen tagsüber geänderten oder neu erstellten Daten wird für alle Fälle eine Sicherungskopie auf Band erstellt, und dies gleichzeitig an zwei Standorten. Dafür stehen in den Rechenzentren des BIT insgesamt sieben Tape-Roboter mit 170 Laufwerken. Die Backups sind auf über 12 000 Bandkassetten, so genannten Cartridges, gespeichert, von denen jede bis zu zwei Terabyte Daten fasst. Aufeinander gestapelt ergäben diese Kassetten einen Turm dreimal so hoch wie das Berner Münster. Und der Turm würde stetig weiterwachsen, jedes Jahr um etwa 50 Prozent. Dieses enorme Datenwachstum verursacht erhebliche Kosten. Eine Magnetband-Kassette kostet 180, ein Laufwerk 20 000 Franken. «Und mit den Kosten wächst auch der Kundendruck auf den Gigabyte-Preis», weiss Stefan Kälin, Bereichsleiter Storage im BIT. «Gleichzeitig werden die Zeitfenster für Backups bei der steigenden Datenfl ut immer kleiner.».
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